Erfahrungsberichte von Auszubildenden Konditoren

Hier können Sie einige Erfahrungsbericht von Auszubildenden Konditoren lesen.

Vielleicht gibt es Ihnen den Anstoß, sich für diesen schönen Beruf zu entscheiden.

Bericht von Katharina, 1. Lehrjahr

"Ausbildung zur Konditorin? – Immer wieder!

Meinen ersten ernsthaften Gedanken bezüglich meiner zukünftigen Berufswahl habe ich bereits mit circa elf Jahren gefasst. Ich wollte Koch werden. Genauso, wie es mein Onkel war. Nach etlichen gescheiterten Versuchen, meiner Familie meine Gerichte schmackhaft zu machen, habe ich mich doch umentschieden. Zum Glück. Dank meiner Großmutter und meiner Mutter habe ich das Backen zu schätzen gelernt. Es hat mich immer sehr gefreut, zu sehen, wie aus wenigen Zutaten recht schnell ein leckerer Kuchen wird, an dem man sich später auch richtig erfreuen kann. Mir gefiel es, etwas entstehen zu lassen; zu sehen, dass ich am Ende etwas von meiner Arbeit habe.

Seit August 2012 mache ich nun meine Ausbildung bei der Konditorei Kreipe in Hannover, und bin auch sehr glücklich damit. Es ist kreative Arbeit, die einen sowohl geistig aber vor allem auch körperlich fordert. Oft habe ich die Chance, Petit Fours erst den letzten Schliff zu geben; sie zu verzieren. Ich kann eigene Ideen und Gedanken einbringen und sehe täglich viele verschieden Torten in allen Größen, Formen und Variationen. Auch in der Schule, die ich derzeit zwei Tage in der Woche besuche, lerne ich jede Menge über mein Handwerk. Sowohl der theoretische, als auch der praktische Unterricht ist sinnvoll und klar gestaltet und für jeden verständlich.

Trotz der vielen Vorzüge, die dieser Beruf meiner Meinung nach hat, gibt es natürlich auch den einen oder anderen Tag, an dem ich deutlich lieber in meinem Bett liegen bleiben würde und nicht in aller Früh zur Arbeit müsste. Die Arbeit ist manchmal wirklich anstrengend und stressig, aber dennoch ist man am Ende seines Arbeitstages stolz und zufrieden, vor allem wenn glückliche Kunden ein Lob aussprechen. Erst seit meiner Ausbildung habe ich gelernt, was es heißt, wirklich zu arbeiten. Die Füße schmerzen, Gelenke und Muskeln machen sich bemerkbar und der Stress steigt einem zu Kopf. Meine ehemaligen Lehrer haben mich für verrückt erklärt, als ich ihnen von meinem Berufsziel erzählte. Klar, es gibt Nachteile, das ist nicht zu bestreiten, aber wer Spaß am Backen, Dekorieren, Formen und Garnieren hat, der sollte die Ausbildung zum Konditor auf jeden Fall in Erwägung ziehen! Zudem bietet die Schule viele zusätzliche Veranstaltungen, wie beispielsweise Wettbewerbe oder Zusatzkurse, die zum Arbeitsalltag eine schöne Abwechslung bringen. Wenn ich mich noch einmal für einen Berufsweg entscheiden müsste, würde ich jedes Mal genau diesen Weg wählen. Trotz der Möglichkeit zu studieren oder aufgrund meines noch recht jungen Alters erstmal das Ausland zu besuchen, nein, ich ziehe meine jetzige Ausbildung vor. Der Beruf des Konditors beinhaltet kreative, abwechslungsreiche, körperliche Arbeit, die im Vergleich zu anderen Berufen eine legitime Arbeitszeit mit sich bringt. Jugendliche, die gerne körperlich Arbeiten und ein Handwerk einem Bürojob vorziehen, die Spaß am Backen und Herstellen feiner Backwaren haben, sollten sich mit dem Beruf des Konditors befassen und durchaus über ein Praktikum nachdenken. Ich bin mir sicher, es wird einige geben, die diesen Beruf ebenso spannend, interessant und spaßig finden, wie ich es tue!"

Bericht von Linda, 2. Lehrjahr

"Ich habe mich für die Ausbildung zur Konditorin entschieden, da ich schon immer gerne gebacken habe und sehr kreativ bin. Als Konditorin habe ich so meine Hobbies zum Beruf gemacht. Junge Menschen sollten sich für diesen Beruf entscheiden, weil sie ihren Gedanken freien Lauf lassen können und man die eigene Fantasie oft mit einbringen kann. Nach 1,5 Jahren muss man eine Zwischenprüfung ablegen, um den Leistungsstand zu überprüfen.  Nach insgesamt 3 Jahren ist die Ausbildung mit der bestandenen Abschlussprüfung beendet.

Der Nachteil an diesem Job ist, dass man sehr früh aufstehen muss, der Vorteil wiederum ist natürlich, dass man früh am Nachmittag wieder zu Hause ist und man viel Freizeit hat. Der Beruf Konditor ist sehr abwechslungsreich, da jeder Kunde anders ist und seine Torte,  kleine Törtchen oder ähnliches nach seinem Geschmack und seiner Vorstellung gefertigt werden.

Mir gefällt an dem Beruf, dass ich meine eigene Kreativität und mein handwerkliches Geschick einbringen kann. Ich wurde sogar ausgewählt im Frühjahr als Botschafterin für die Handwerkskammer nach Frankreich zu reisen. Dort habe ich den Schülern  erzählt, wie die Ausbildung bei uns in Deutschland abläuft und ich habe viele interessante Eindrücke der französischen Konditorei mitgenommen."

Bericht von Lydia, 1. Lehrjahr

"Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?
Ich bin ein kreativer Mensch und hatte schon immer ein handwerkliches Geschick. Da ich wusste, dass ich gerne mit Lebensmitteln arbeite, war es mir schnell klar, dass ich irgendetwas in dem Bereich Lebensmittel/Gastronomie machen werde. Teamarbeit liegt mir auch sehr gut und  außerdem bin ich ein Mensch der gerne an einem Arbeitstag sieht, was man alles geschafft hat. 

Warum sollten junge Menschen sich für diesen Beruf entscheiden?
Als Konditor kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Man bekommt die leckersten und süßesten Lebensmittel in die Hände, wie Kuchen, Torten, Pralinen, Konfekt… Außerdem hat man sehr gute Karriere Möglichkeiten, z. B. sich als Meister, Betriebsleiter, Betriebswirt des Handwerks, Lebensmitteltechniker und als Fachlehrer weiterzubilden.

Wie sind die schulischen Anforderungen?
Natürlich, die Schule hat immer was mit lernen zu tun. Wer fleißig ist und sich hinsetzt und lernt, bekommt auch gute Noten. In der Schule hat man auch neben Fachtheorie auch Fachpraxis. Dort wird einem genau gezeigt, wie man kleine  Gerichte, Torten, Hefeteig, Blätterteig, Mürbeteig… in kleinen Massen herstellt.

Welche Vor –und Nachteile bringt der Beruf mit sich?
Vorteile
- abwechslungsreich
- vielfältig
- Kreativ
- zukunftssicher

Nachteile
- Arbeitszeiten (Wochenendarbeiten, Überstunden)
- Körperlich hart
- Bezahlung

Haben sich Ihre Erwahrungen erfüllt?
Meine Erwartungen wurden Übertroffen. Ich lerne und sehe so viel und bekomme Lust alles auszuprobieren. Am Anfang habe ich mir gedacht, ich lerne wie man Torten herstellt und dekoriert. Aber da gehört noch viel mehr dazu. Man lernt wie man, aus Marzipan Figuren herstellt, Zuckerblasen, Pralinen, Trüffel und so vieles mehr herstellt.

Was gefällt Ihnen an diesem Beruf?
Als erstes Mal gefallen mir die Arbeitszeiten, ich bin ein Frühaufsteher  und habe kein Problem damit um 3.45 Uhr aufzustehen. Ich liebe einfach meinen Job und bin begeistert, was man alles für tolle Sachen mit seinen Händen herstellen kann. Ab und zu muss man unter Stress arbeiten. Mir macht es aber nichts aus, da ich es mag, wenn ich gefordert werde. Und die Zeit geht schnell um. Teamfähigkeit ist auch wichtig in diesem Beruf. Wenn sich das Team gut versteht, macht die Arbeit doppelt so viel Spaß. Und ich finde es auch schön, zufriedene Kunden zu sehen, die meine Produkte mögen und schätzen, die ich selbst mit Handarbeit hergestellt habe."   

Bericht von Nicole, 1. Lehrjahr

"Den Weg den ich jetzt gehe hatte ich mir anders vorgestellt, denn ich hab vorher schon eine andere Ausbildung zur Chemisch-Technischen-Assistentin, erfolgreich absolviert. Habe denn aber schon am Anfang sehr schnell gemerkt dass diese Richtung gar nicht meins ist. Ich weiß also wovon ich rede wenn ich sage, dass es sehr schwierig ist sich den Richtigen Beruf fürs Leben zu suchen.

Ich hab mir 1 Jahr Zeit genommen und mir viele Gedanken über meine Zukunft gemacht, dabei natürlich auch einige Praktika absolviert. Eines davon war als Konditorin. Schon am ersten Praktikumstag durfte ich direkt Überstunden machen und ich war ziemlich geschafft. Ich dachte immer so ein bisschen Torten dekorieren und Kekse ausstechen kann ja gar nicht so schwer sein. Aber Falsch! Der Beruf Konditor/Konditorin fordert mehr Körperliche Anstrengung als man wohl meinen mag. Trotzdem würde ich mich immer wieder für diesen Weg entscheiden. Jeden Tag kann ich auf meine eigene Art und Weise Kreativ sein, z.B. im Tortendekorieren.

Das Berufsleben ist auch niemals einseitig, denn die Kunden bestellen ja nicht immer die gleiche Torte. So kommt man auch niemals an einem Punkt an den es Langweilig wird. Jeder Tag ist eine neue Herausforderung, mit vielleicht etwas hohen Ansprüchen, den man aber mit eine bisschen können, Geschick und Köpfchen, locker gerecht werden kann. Selbst ein Hauptschulabschluss reicht aus, um diesen Beruf zu erlernen.

Als Vorteile würde ich die Arbeitszeiten (Ja die Arbeitszeiten) sehen. Dadurch dass ich ziemlich Früh anfange zu arbeiten kann ich morgens/mittags schon wieder schlafen gehen. Wenn ich dann noch etwas früher aufstehe kann ich mich abends noch mit meinen Freunden treffen und wir können ins Kino gehen oder Chillen einfach nur. Ein weiterer Vorteil ist wohl das Einkaufen. Morgens wenn ich von der Arbeit komme sind alle Einkaufsläden schön leer, genau wie abends die Straßen wenn ich zur Arbeit fahre. Allgemein sehe ich das alles sehr positiv, aber ich denke auch dass man sich natürlich ein bisschen Anpassen muss.

Als Nachteil würde ich persönlich das Schlafen im hellen Licht und bei Nachmittagshitze bezeichnen. Ich muss aber auch dazu sagen das ich jeden Tag feste Arbeitszeiten habe, es gibt auch Betriebe mit Schicht-System, da kann es dann auch schon mal sein das man wie „Normale“ Menschen, wie ich so gern sage, schläft. Das sollte dann kein Problem sein.

Ob sich meine Erwartungen erfüllt haben? Dazu kann ich sagen, auf jeden Fall! Ich bin noch nicht mal ein Jahr dabei und möchte immer und immer mehr machen. Ich wusste allerdigs auch worauf ich mich einlasse, dank des Praktikums. Ich würde jedem empfehlen eins in dem Bereich für den er sich Interessiert zu absolvieren, so kann es später zu keinen unerfüllten Erwartungen kommen. Und man hört  nicht ständig von anderen Leuten „Ich Habs dir ja gesagt“.

Ich hoffe mein Bericht konnte euch etwas weiterhelfen und ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt."

Bericht von Katharina, 1. Lehrjahr

"Sich in jedes Detail verlieben, das Gruppengefühl erleben, besser werden und Hürden meistern.

Wenn im Schaufenster der Konditoreien große Hochzeitstorten ausgestellt sind und zum Kaffee Obstkuchen und feines Teegebäck gereicht wird, dann ist früh am Morgen ein Konditor an die Arbeit gegangen.

Mit feinster Handarbeit und viel Energie und Spaß werden jeden Tag unzählige kleine und große Gebäckstücke in Konditoreien hergestellt, die später bei den Kunden auf dem Tisch landen.

Harte körperliche Arbeit und Stress gehören bei diesem Beruf genauso dazu, wie die Befriedigung, das fertige Produkt im Laden zu sehen, oder selbst das eigene Produkt zu genießen.

In der Schule lernt man tolle neue Leute mit ähnlichen Interessen kennen, mit denen man Ideen und Rezepte, aber auch ehrliche Meinungen tauschen kann. Und mit etwas Lust den, Dingen auf den Grund zu gehen, lösen sich die Aufgaben wie von selbst.

Das bei der Arbeit vermittelte Fingerspitzengefühl und das in der Schule gelernte Grundwissen helfen schnell Freunde an ihren Geburtstagen und Oma bei einem Besuch mit Selbstgebackenem zu überraschen und staunen zu lassen.

In offener und humorvoller Umgebung lernt man die eigenen Ideen einzubringen, seinen eigenen Stil zu finden und mit der Zeit auch über sich selbst hinaus zu wachsen."